Moritz Eggert Komponist

Moritz Eggert (*1965, Heidelberg) gilt als einer der vielseitigsten und abenteuerlustigsten Stimmen der zeitgenössischen Musik. Von Anfang an arbeitete er in allen musikalischen Genres – Sein Werkverzeichnis von inzwischen mehr als 250 Stücken enthält nicht nur 13 abendfüllende Opern, sondern auch mehrere Ballette und Arbeiten für Tanz-und Musiktheater, Orchestermusik, Kammer- und Ensemblemusik, Vokal-und Chormusik, Kirchenmusik, experimentelle und elektronische Musik, Instrumentalkonzerte, Musik für Kinder und Jugendliche, Film- und Radiomusik, sowie Hörspiele und Open-Air-Aufführungen. Er ist ein erfahrener und vielgefragter Pianist von sowohl klassischer als auch moderner Musik.  Zusammen mit Sandeep Bhagwati gründete er noch während seiner Studienzeit das “ADEvantgarde-Festival” für junge Komponisten in München, das heute noch besteht. Neben seinen vielen Artikeln für nationale und internationale Print- und Onlinemedien schreibt er regelmäßig für den von ihm begründeten „Bad Blog of Musick“, den meistgelesenen Blog für zeitgenössische Musik in Deutschland, für den er viel diskutierte satirische und provokante Artikel zu einem weiten Themenfeld über heutige Kultur und Kulturpolitik verfasst. Er gilt als Verfechter eines notwendigen Wandels in der Neuen Musik und hat oft ihre Elfenbeinturmattitüde und Weltferne kritisiert. Dies macht ihn auch zu einem leidenschaftlichen Unterstützer der jüngeren Komponistengeneration, der er sich auch als Professor für Komposition an der Münchener Hochschule für Musik und Theater annimmt (seit 2010). Moritz Eggerts Musik wird weltweit aufgeführt, besonders bekannt ist u.a. sein Zyklus für Klavier Solo “Hämmerklavier”, der zu den meist gespielten Klavierwerken der Gegenwart gehört. http://www.moritzeggert.de

Bernhard Fograscher Toy Piano/Klavier

Bernhard Fograscher, in Rumänien geboren, erhielt seine musikalische Ausbildung bei Erich Appel, Marian Migdal und an der Indiana University Bloomington, U.S.A. Er konzertierte in zahlreichen europäischen Ländern, den U.S.A. und Mexiko, und produzierte Aufnahmen für den BR, SWR, WDR, NDR, TV Cultural, TV Romania, Radio Difusione Romania, sowie für amerikanische Rundfunksender. Bernhard Fograscher setzt sich nachhaltig für aktuelle Musik und entlegenes Repertoire ein, in seinem Fokus steht dabei vor allem die Erweiterung des Klaviers, etwa in Form eines zweimanualigen Vierteltonklaviers, oder durch die Einbeziehung erweiterter Spieltechniken, szenischer Elemente oder Live-Elektronik. Eine Debut-CD mit Christoph Schickedanz wurde weithin gefeiert und ebnete dem Künstler den Weg zu zahlreichen Einspielungen für audite, bayer records und telos music records. Nach Lehrtätigkeiten an der Indiana University und der HfK Bremen unterrichtet Bernhard Fograscher seit 2005 an der HfMT Hamburg.

Ninon Gloger Toy Piano/Klavier/Melodica

Ninon Gloger begeistert sich für Musik und musikalische Projekte in vielerlei Gestalt. Nach ihrem klassischen Klavierstudium in Stuttgart und Lübeck, schloss sie die Ausbildung erfolgreich mit einem Aufbaustudiengang „Contemporary Music“ in Belgien/Leuven ab. Als vielseitige Musikerin spielt sie bei Festivals wie dem Ultraschall Festival Berlin, Eclat Stuttgart, Poznan Spring Festival, den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern und dem Schleswig-Holstein Musikfestival und war als Orchesterpianistin u.a. mit dem Bayrischen Rundfunk, den Wiener Symphonikern, dem Saarländischen Rundfunk und der Dresdner Philharmonie zu hören. Ihr Interesse gilt neben der Kammermusik insbesondere der Neuen Musik und Improvisation. Sie ist Pianistin und künstlerische Leiterin des „RADAR ensemble“ und der Formation „Triologue“. Letztere konnte im Bereich Jazz/World/Avantgarde etliche Auszeichnungen erlangen und war zuletzt bei „Jazz Baltica“ zu hören. 2011 gründete sie die Reihe „KLANGRAUSCHEN – musik für neugierige ohren“, die das Lübecker Musikleben um eine spannende Komponente zeitgenössischer Musik bereichert.

Michael Heupel Cello

Michael Heupel, 1988 in Athen geboren, ist ein gefragter Solist und Kammermusiker. Seine dynamischen Interpretationen und die fantasievolle Konzertgestaltung haben zu Auftritten in renommierten Sälen auf der ganzen Welt geführt: Er trat, unter anderem, in der Elbphilharmonie und der Laeiszhalle Hamburg, der Shanghai Concert Hall, dem Athener Megaron, der San Francisco Conservatory of Music Concert Hall und dem Cuvilliés Theater der Residenz München auf. Während seine Interpretationen des klassischen Repertoires eine große Resonanz im Publikum gefunden haben, hat sein Engagement für das Studieren und Interpretieren zeitgenössischer Musik viele Komponisten veranlasst, Werke für ihn zu schreiben.
 Er war Stipendiat der Onassis Stiftung in Athen, der HfMT Hamburg und der Alfred Toepfer Stiftung. Michael Heupels Engagement für das Teilen musikalischer Erfahrungen hat ihn dazu gebracht, mehrere innovative Konzerterlebnisse für sein Publikum zu schaffen. Sein Innovationsgeist wurde durch das Masefield Konzertstipendium in 2014 und seine Aufnahme in das Future of Orchestral Culture Fellowship in 2017 anerkannt. Neben seiner Konzerttätigkeit versucht Michael Heupel, durch eine Fülle von Artikeln und durch Präsentationen für Kinder und Erwachsene, einen direkten Kontakt zu einem breiteren Publikum herzustellen. Er hat Reden über klassische und zeitgenössische Musik in vielen Institutionen in Griechenland und Deutschland gehalten. Im Jahr 2016 wurde er eingeladen, über die Kraft der Musik Menschen und Gesellschaften zu verändern, an der TEDxAcademy in Athen zu sprechen und aufzutreten. Michael Heupels Engagement für zeitgenössische Musik zeigt sich auch auf seiner ersten Solo-CD „Afierossis“, für die er Werke für Solocello aus dem 20. und 21. Jahrhundert aufnahm. Die Aufnahme wurde von der Cello Foundation als eine der 5 besten Aufnahmen für Cello im Jahr 2017 für den 6th Listeners Choice Award nominiert.

Jennifer Hymer Toy Piano/Klavier/Melodica

Jennifer Hymer ist die künstlerische Leitung von Non-Piano Toy Piano Weekend. Sie studierte Klavier an der University of California in Berkeley und am Mills College (Oakland). Sie spielt auch Toy Piano und Kalimba. Ihre Lehrer waren unter anderem Julie Steinberg, James Avery, Deno Gianopoulos und Bernhard Wambach. Sie ist an der Erweiterung der klanglichen Möglichkeiten des Klaviers interessiert und hat sich daher auf das Spiel mit Live-Elektronik und erweiterten Spieltechniken spezialisiert. Zahlreiche Stücke von namhaften Komponistinnen und Komponisten wurden ihr und ihrem Ensembles gewidmet, etwa von Maria de Alvear, Chris Brown, Sidney Corbett, Frank Corcoran, Alvin Curran, Anthony De Ritis. Dror Feiler, Karlheinz Essl, Reinhard Flender, Peter Gahn, Annie Gosfield, Peter Hamel, Matthias Kaul, Peter Köszeghy, Hanna Kulenty, Mauro Lanza, Sascha Lino Lemke, Lukas Ligeti, Annea Lockwood, Helmut Oehring, Ruta Paidere, Steven Tanoto, Oliver Schneller, Manfred Stahnke & Steffen Wolf. Zu ihren Klavierprojekten gehören das Multimediaprojekt Handscapes (für Klavier, Elektronik und Video), ihr Piano, Toy Piano, Kalimba & Gadgets Projekt, zu denen international renommierte Komponisten und Komponistinnen Auftragswerke beitrugen, sowie ihr Projekt Kalimba! für das sie neue Werke für Solo-Kalimba in Auftrag gab. Ihre Solo-CD Ceci n’est pas un Piano würde von Ambitus Musikproduktion herausgebracht. www.jenniferhymer.de

Daria-Karmina Iossifova Toy Piano, Klavier, Melodica

Für die in Sofia geborene Daria-Karmina Iossifova beginnt die Musikreise im Kreis der Familie. Durch den alltäglichen Gesang ihrer Großmutter lernt sie schon früh, in der Welt der Musik zu leben. Im Alter von 4 Jahren bekommt sie ihren ersten Klavierunterricht von ihrer Mutter. Zwei Jahre später wird Daria nach bestandener Aufnahmeprüfung in das Musikgymnasium in Sofia aufgenommen. Bis zu ihrem Abschluss 1998 spielt sie sowohl zahlreiche Konzerte als Solistin als auch in kammermusikalischen Besetzungen. In dieser Zeit lernt sie die Pianistin Angela Tosheva kennen, die eine entscheidende Rolle für ihre musikalische Entwicklung spielt. Sie weckt Darias Interesse an zeitgenössischer Musik. 1995 gewinnt sie den 2. Preis beim nationalen Klavierwettbewerb „Liszt-Bartók“, im Jahre 2000 den 1. Preis bei dem internationalen Klavierduowettbewerb (mit Sona Feschian) „Die Musik und die Erde“ in Sofia. 2003-2009 setzt Daria ihre Ausbildung in der Hochschule für Musik und Theater Hamburg fort (Klasse Prof. Ralf Nattkemper). Während ihres Studiums wird sie von den Brahms-Stiftung, Otto Stöterau-Stiftung und der Oscar und Vera Ritter-Stiftung unterstützt.
Solistisch und kammermusikalisch konzertiert sie u. a. beim Festival Internacional Cervantino (Mexiko), Autumn Sound-Chengdu Music Festival (China), Elbphilharmonie Konzerte, Klub Katarakt Festival (Hamburg) und bei dem Accidental Music Festival (USA). Inspirierend und wichtig für Darias Entwicklung sind u.a. die Begegnungen mit dem bulgarischen Cellisten Dimitar Kozev, sowie mit den Pianisten Jean-Pierre Collot und Nicolas Hodges.

Hans-Jörg Kapp Regisseur

Der Musiktheater-Regisseur Hans-Jörg Kapp studierte Musiktheaterregie an der Uni Hamburg und visuelle Kommunikation an der HfbK Hamburg. Seit 1996 leitet er das freien Musiktheater opera silens mit zahlreichen Inszenierungen u.a. auf Kampnagel und der opera stabile der Hamburgischen Staatsoper (Management/Booking opera silens: 2eleven Thomas Schmölz). Inszenierungen bei der Münchener Biennale für zeitgenössisches Musiktheater, dem Hamburger Musikfest sowie beim Festival Eclat in Stuttgart. Zusammenarbeit mit den Neuen Vokalsolisten Stuttgart, zahlreiche Uraufführungs-Inszenierungen von Werken u.a. von Jochen Neurath, Johannes Harneit, Kay-Ivo Nowack, Paolo Perezzani, Wilhelm Killmayer oder Jan Kopp.
2010 Erarbeitung der Stückfassung für die Rameau-Produktion „La Fete“ am Staatstheater Oldenburg in Zusammenarbeit mit Jan Pusch. Teilnahme an Projekten u.a. am Forum Neues Musiktheater (Stuttgart 2004) sowie Gründungsmitglied des Hamburger „Dachverbands Freier Theaterschaffenden“. Seit 2010 lehrt Hans-Jörg Kapp Regie und Dramaturgie an der Hochschule Hannover. Gemeinsam mit Frank Düwel initiierte Hans-Jörg Kapp 2013 die Hamburger Musiktheater-Förderplattform „Stimme X“, die am Hamburger LICHTHOF Theater beheimatet ist. Letzte Inszenierungen: JOSEFINE SINGT nach Kafka, Komposition: von Wolfgang von Schweinitz (Kampnagel 2012, ausgezeichnet beim internationalen Wettbewerb „Music Theatre Now“), Tourette-Projekt DAS THEATER DER INFAMEN MENSCHEN, Theater Combinale, Lübeck 2014, Weltraumoper HIMMELSMÜLL, Komposition: Sascha Lino Lemke, Kampnagel 2015. http://www.operasilens.de

Marcia Lemke-Kern Sopran

Die Sopranistin, Marcia Lemke-Kern, studierte an der City University London und der Guildhall School of Music and Drama, London. Anschließend ein Aufbaustudium an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg und am EULEC Lüneburg. Ihre Ausbildung schloss sie mit Kursen am Centre de la musique médiévale de Paris ab. Gesangsunterricht nahm sie bei Sylvie Sullé (Paris), Julia Barthe (Hamburg) und Sabrina Baldi (Rom). Seither tritt Marcia mit verschiedenen Ensembles für Alte sowie Neue Musik auf, u.a. mit Musica Delecta, Ensemble Effusions, und ihr eigenes Ensemble für mittelalterliche Musik Trobar e Cantar. Marcia hat eine Leidenschaft für Wiederentdeckung von vergessener Musiken aus dem Mittelalter bis zum Barock. Am anderen Ende des musikalischen Spektrums gab es mehrere Ur- und deutsche Erstaufführungen zeitgenössischer Musik: Komponisten wie Manfred Stahnke, Daniel Moreira, Neele Hülcker und Peter Köszeghy haben ihr und ihren Ensembles Stücke gewidmet. 2013 schuf Dirk Schattner (Dramaturg, Bayreuth) das Musiktheater „Sein Engel“ zu Richard Wagner’s Wesendonck-Lieder für Marcia. Gastauftritte als Solistin führten sie nach u.a Salzburg, Lissabon, Tallinn, Paris, Olevano Romano, Strassburg, Amsterdam, Zürich und in zahlreiche deutsche Städte. 2007 gewann sie mit dem Komponisten Sascha Lino Lemke, den 1. Preis des Wettbewerbs der European Promoters of New Music für die Aufführung „Un4Scene“, Zeitgenossische Musik mit Einbeziehung von Live-Elektronik und theatralischen Elementen bei der Gaudeamus Musikwoche, Amsterdam.

Sascha Lino Lemke Komponist

Sascha Lino Lemke: 1976 in Hamburg geboren. Studium in Musiktheorie, Komposition und Computermusik sowie Diplommusiklehrer an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg, dem EULEC Lüneburg und dem Conservatoire national supérieur de musique et de danse de Paris (CNSMDP); Kompositions- und Computermusikkursus des Institut de recherche et coordination acoustique/musique (IRCAM) in Paris. Lehrbeauftragter für Musiktheorie, Gehörbildung, Analyse und Multimedia an den Hochschulen in Hamburg und Lübeck. Künstlerischer Leiter des elektronischen Studios der Musikhochschule Lübeck. Zahlreiche Stipendien und Auszeichnungen: Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes, Kranichsteiner Stipendienpreis der Darmstädter Ferienkurse, Bachpreis-Stipendium der Stadt Hamburg, Dresdner MusikStipendium, Saarbrücker Komponistenwerkstatt, 1. Preis der European Live-Electronic Competition der ECPNM, Stipendium der Bundeskulturstiftung bzw. der Academia tedesca/Villa Massimo für die Casa Baldi in Italien, Hindemith-Preis 2010. Auftragswerke/Aufführungen u.a. bei musica viva (München), Münchener Biennale für zeitgenössisches Musiktheater, Darmstädter Ferienkurse, Klangwerktage (Hamburg), IRCAM (Paris), ICMC (International Computer Music Conference), Festival musica (Strasbourg), Forum der Künste Hellerau, ZKM Karlsruhe, Gaudeamus Music Week (Amsterdam), Musica viva festival (Lissabon), Automn Festival (Talinn), Norddeutscher Rundfunk, Seoul International Computer Music Festival (SICMF), dem Shanghaier Frühlings-Festival und in den USA. 2013 wurde er Mitglied der Freien Akademie der Künste Hamburg.

Irene Husmann

Irene Husmann stammt aus einer Hamburger Künstlerfamilie und ist entsprechend an vielen Orten zuhause. Ihr musikalischer Werdegang begann mit einem Studium an der Musikhochschule Lübeck und führte über die Rubin Academy of Music and Dance in Jerusalem nach Paris als Stipendiatin des Ensemble Intercontemporain. Auf Anstellungen in den Orchestern in Lübeck und Bremen folgten zwei Jahre als Konzertmeisterin am Landestheater Coburg und drei Spielzeiten als Konzertmeisterin am Schleswig-Holsteinischen Landestheater Flensburg.

Seit Herbst 2010 lebt und arbeitet Irene Husmann als freischaffende Geigerin in Hamburg.

Neben Produktionen an der Hamburger Kammeroper und Studioproduktionen für Film und Fernsehen führte sie ihre geigerische Qualifikation in den letzten Jahren u.a. an die Oper Frankfurt (Museumsorchester), zum Südwestdeutschen Kammerorchester Pforzheim, zum Preußischen Kammerorchester Prenzlau, zu den Bad Hersfelder Festspielen, zu den Neuen Eutiner Festspielen, an die Musicaltheater in Hamburg (König der Löwen, Wunder von Bern, Phantom der Oper) und als regelmäßige Aushilfe zu den Symphonikern Hamburg. 2015 gastierte sie im Rahmen einer Friedrich Hollaender Revue am Theater „Die Färbe“ in Singen. Im Frühjahr 2019 führte sie eine mehrwöchige Tournee mit dem Ensemble Operassion („Through darkness – Comeback im Gegenlicht“) durch Süddeutschland.

Seit 2001 tritt Irene Husmann in verschiedenen Kammermusikformationen mit musikliterarischen Programmen im gesamten Bundesgebiet auf.